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+ Lebensversicherung im Erbfall

ra-strohm24
Herausgegeben von in Artikel aus der Kanzlei ·
Tags: 31.Oktober2014

Im Fall des Todes geht grundsätzlich das Vermögen des Erblassers im Ganzen auf den oder die Erben über. Die Erbengemeinschaft bildet daher eine Gesamthandsgemeinschaft die besonderen Regeln unterworfen ist. Ausgenommen von diesem Übergang ist eine Lebensversicherung, wenn im Vertrag ein Begünstigter festgelegt wurde.

Das heißt im Versicherungsvertrag zur Lebensversicherung ist es dem Versicherungsnehmer erlaubt, für den Fall seines Todes einen Begünstigten festzulegen, was in § 159 VVG geregelt ist. Wer diese Person sein soll liegt allein in der Entscheidung des Versicherungsnehmers. Wenn sodann der Todesfall eintritt, gehört die Versicherungssumme nicht zum Nachlass.  Die Versicherung ist zu einer direkten Leistung an den Begünstigten verpflichtet.

Wichtig hierbei ist, dass die Auszahlung an den Begünstigten im Verhältnis zu den vorhandenen Erben regelmäßig als Schenkung darstellt. Die Schenkung kann dazu führen, dass den Erben ein Pflichtteilsergänzungsanspruch zusteht. Hierbei sollte jedoch immer geprüft werden, aus welchem Grunde der Erblasser den Begünstigten eingetragen hat. Es ist also zu prüfen ob der Begünstigte eine Leistung erbracht hat, wofür ihm der Erblasser die Auszahlung überlassen wollte. Diese Leistung ist dem Pflichtteilsergänzungsanspruch entgegen zu halten.  

Der Erbe hat auch die Möglichkeit zu verhindern, dass der Bezugsberechtigte die Versicherungssumme behalten darf. Hierbei muss der Erbe rechtzeitig tätig werden und und die richtigen Widerrufserklärungen abgeben.

Sowohl der Begünstigte als auch der Erbe sollte sich anwaltlich beraten lassen um seine Ansprüche zu wahren und keinen Verlust zu erleiden.




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